Gerade Studentenverbindungen sind in den vergangenen Monaten in Verdacht geraten. Mehrere Unis ermitteln, nachdem Vorfälle auf Verbindungspartys gemeldet wurden. Die Brown University verbannte eine ganze Verbindung, nachdem eine Studentin angab, vergewaltigt worden zu sein. Vorher habe sie auf einer Party Punsch getrunken, in den neben Alkohol noch eine weitere Droge gemischt gewesen sei. Das größte Aufsehen erregte eine Geschichte im Rolling Stone, in der eine Gruppenvergewaltigung beschrieben wurde. Details erwiesen sich allerdings als unstimmig. Trotzdem haben Verbindungen an der betroffenen University of Virginia neuen Alkohol-Limits zugestimmt, unter anderem soll künftig ein Verbindungsmitglied nüchtern bleiben, selbst zubereiteter Punsch soll nicht mehr ausgeschenkt werden. 

Das alles passiert zurzeit vor allem auf Partys von männlichen Verbindungsmitgliedern, denn weibliche Organisationen dürfen nach ihrem Regelwerk keinen Alkohol auf Partys anbieten, was ihre Partys für Studenten beider Geschlechter unattraktiv macht. 

http://www.zeit.de/studium/uni-leben/2015-02/sexueller-missbrauch-alkohol-waffen