Ein wöchentlicher Food-Reblog.

Das war eine neue Idee, die ich hatte, dass ich einen ganz besonders schönen Foodblog regelmäßig würdigen wollte. Und da kam ich direkt auf das KNUSPERKABINETT, denn der Name, die Farben und die Rezepte sprachen eine andere Sprache als ganz viele vegane Foodblogs, die es da draußen so gibt.

Das Knusperkabinett.

Sinaïda, beziehungsweise Ida, führt diesen Blog mit einer außergewöhnlichen Hingabe. Und weil ich nicht nur anonym rebloggen wollte, habe ich sie gefragt, ob sie nicht ein wenig über sich erzählen möchte.

Wie Poesie in Reimen und Versen.

Nicht nur auf ihrem Blog, nein, auch beim nachfolgenden Interview war ich ganz verzückt von Ida und der Art, wie sie mir Worten, Geschmäckern und Farben Gedichte erzählt.

Bisher am meisten verzaubert haben mich folgende Gerichte aus dem KNUSPERKABINETT, die wir hier auf unserem Blog gezeigt haben:

Variation von Kichererbsenwürsten mit Apfelketchup und Zucchini-Senf-Mayo
Dreierlei Za’atar: Gebackener Kürbisstampf, scharf angebratener Tofu und Tomatensalsa
Bündner Nusstorte mit Thymian und Fleur de Sel
Grüne Möhrensuppe mit Pastinakenchips
Jalapeno Poppers mit Sweet-Chili-Sauce oder mit Frischkäse gefüllte Peppadews
Roh inspirierte Baklava auf Vanillesauce

Here we go, und wer ist die bezaubernde Frau im Knusperkabinett?


Ich bin Ida.

Ich bin ein Sommerkind. Wo die Sonne ist, da bin auch ich. Am allerliebsten draussen in unserem Garten. Zwischen Aprikosen- und Birnenbäumen mit der ganzen Familie bei einem guten Essen. Ich meine friedliches, gesundes Essen mit richtig viel Liebe. Und nach dem Essen, wenn sich dann langsam die Dämmerung über die Wiese legt und die Zeit irgendwie stillzustehen scheint – dann wird der Tag vollendet. Mit endlosen Gesprächen über Gott und die Welt und das Leben und Kardamom im Kaffee. Und dann bin ich glücklich.


Wie lange lebst du schon vegan?

Seit etwas mehr als vier Jahren.

Ist es dort wo du lebst, leicht, Veganerin zu sein?

Ich denke, am Anfang dauert es eine Weile, bis man sich auskennt und weiss, wo man seine Zutaten hernimmt. Aber jetzt finde ich es supereinfach J Vor allen Dingen koche ich ja häufig nur mit unverarbeiteten, natürlichen Grundprodukten und die sind leichter zu bekommen als bspw. vegane Käsealternativen.

Und was sagen Familie und Freunde?

Der Großteil meiner Familie ernährt sich auch vegan. Meine Freunde nicht, aber sie unterstützen mich sehr und sind offen für Neues auf dem Teller.

Wie kamst du zu der Idee, einen Foodblog zu gestalten?

Ich war selber viel auf Foodblogs unterwegs und habe mir dort Inspirationen geholt. Ich finde es eine tolle Möglichkeit, die vegane Lebensweise in die Küchen der Welt zu bringen. Ausserdem hat man nirgends sonst einen so direkten und wohlwollenden Austausch mit den Lesern. Irgendwann hab ich mir gedacht,  ich könnte das mit meinen Kreationen auch probieren und zack jetzt bin ich mittendrin 😀

Woher hast du die Inspirationen für die in unseren Augen sehr ungewöhnlichen Rezepte, spielt dabei Herkunft der Speisen eine Rolle?

Die besten Ideen kommen mir ehrlich gesagt völlig spontan, als hätte ich einen Geistesblitz :D. So war das bspw. mit den Kichererbsenwürsten mitten in der Nacht. Ich bin aber tatsächlich ein Mensch, der sich sehr für ausländische Küchen, Speisen und Zutaten interessiert und daher kommt sicher das ein oder andere Gericht auf meinem Blog.

Der Name, KNUSPERKABINETT, der sticht heraus. Wie ist der entstanden?

Ich wollte meinem Blog sozusagen einen Raum geben (ich hab mit Häuschen, Zimmer etc. geliebäugelt). Gleichzeitig sollte der Name natürlich etwas mit essen zu tun haben und ansprechend sein und mich dennoch nicht einengen, bspw. auf nur süsse Gerichte. Das Knusperkabinett ist für mich jetzt ein kleines feines Zuhause, in dem ich werkeln und spielen und meiner Kreativität einfach freien Lauf lassen kann.

Es gibt vegane Foodblogs und Kochbücher wie Sand am Meer, wie bereicherst du die Vielfalt?

Ich beschreite unausgetretene Pfade 😀 Ich scheue mich nicht, scheinbar unmögliche Dinge auszuprobieren oder Klassiker völlig anders zuzubereiten und schaffe so ganz neue Kompositionen auf dem Teller.

Hast du selbst auch 5 Lieblingsblogs, die du regelmäßig ansurfst?

Ja, am liebsten schaue ich bei FatFree Vegan, Deliciously Ella und SprinkleBakes vorbei.

      

Besitzt du Kochbücher, und wenn ja, welche drei sind die meist-benutzten?

Meine Lieblinge sind die Bücher von Yotam Ottolenghi. Ich finde die Rezeptideen und die Bilder unglaublich toll.

   

Allerdings muss ich sagen, dass ich noch nie der Typ war, der genau nach Rezept gekocht hat. Ich lasse mich eher grob davon leiten oder hole mir nur die Inspiration daraus 😀

Womit hast du noch nie gekocht, willst es aber unbedingt mal ausprobieren? Welche kulinarischen Hotspots würdest du für deine Heimat nennen, wo es sich lecker vegan im Uusgang essen lässt?

Es gibt viele Lebensmittel, die bei uns gar nicht erhältlich sind (bspw. einige tropische Früchte, die sich schlecht transportieren lassen oder da viel zu unbekannt sind). Mit diesen Produkten würde ich liebend gern mal kochen, das wäre richtig horizonterweiternd 😀
Also das Hiltl in Zürich ist sicher einer meiner Favoriten. Ansonsten esse ich sehr gerne indisch und probiere da immer mal wieder unscheinbare kleine Restaurants aus. Biobistros finde ich zum Teil auch sehr toll.

Wenn du ein nicht-menschliches Tier wärst, welches wärst du dann und warum?

Vielleicht eine Biene. Für den Blog arbeite ich nämlich wirklich emsig und Bienen sorgen ja auch für unsere kulinarische Entfaltung, indem sie durch das Bestäuben uns die Ernte von verschiedensten Lebensmitteln ermöglichen ;D

Ich wünsche Ida noch ganz, ganz viel Inspiration und weiter so viel Hingabe.

Mach weiter so! ❤


KAT

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My kind of music, my kind of life. 2009 fand mich der Veganismus. Beste Wahl. Straight Edge bin ich, seit ich 16 bin. Against the grain. Poesie produziert mein Hirn auch ab und zu. Für Feminismus und gegen Nazis.
An Alle, die überlegen, auch etwas DIY aufziehen: einfach machen. All das mache ich, weil ich dachte: Ich kann das auch.