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Die Frisur am Arsch.

Dafür verantwortlich waren die 4 Bands oben. Redemption Denied hat als erstes hart abgeliefert. Zurecht eine der besten Live-Bands Europas. Danach Risk It in gewohnter Manier. Habe die Band aber größten Teils leider verpasst. Dann Nails.

Auf die Fresse à la Carte.

Nur das Beste aus Abandon all Life und Unsilent Death. Ich liebe diese Band. Und zum Schluss Terror. Knapp 40 Minuten pures Adrenalin und Stagedive über Stagedive. Super Abend.

PHIL

Gross, disgust, misuse

Attempt to ruin and abuse

So go talk your fucking shit

(NAILS – Crywolf)


RISK IT und REDEMPTION DENIED? Einfach mitreißend, auch nach zig Malen: geil! NAILS flasht mich auch zum zweiten Mal leider gar nicht. Lag es immer noch am durchwachsenen Sound oder ist der Thrash-Metal Grindcore (Anm. Kat & Phil 🙂 ) einfach grundsätzlich nix für mich? Während die Vorbands schneller ihr Set beenden und umbauen als mir lieb ist, dauert es bei dem Headliner ein bisschen viel länger. Das Publikum wartet und wartet, das Licht ist bis auf ein paar gedimmte Scheinwerfer und die Thekenbeleuchtung aus. Geht es jetzt endlich los? Von den Männers aus L.A aber fehlt noch jede Spur.

Macht mal hin ey!

Die Hitze in der vollen Stadtmitte wird langsam unerträglich und ich bin froh drum, heute Shorts zu tragen. Um zwei vor 22 Uhr geht es dann endlich los und wie! Was mir zur Show einfällt? Das wahrscheinlich intensivste Workout, was Karlsruhe in 2015 gesehen hat: eine Punktlandung schlechthin, was Songauswahl und Interaktion mit dem Publikum angeht! Scott Vogel animiert das Publikum immer wieder zu Bewegung, Stage Dives, nach-vorne-kommen (two steps forward, no steps back). Und die Schafe folgen dem Hirten.

High Intensiv Training bekommt in den 30 Minuten, die das Set dauert, eine ganz neue Bedeutung. Selten so viele Rolle-rückwärts-Stage-Dives und Moshpit Action gesehen wie an diesem Montag. Sympathiepunkte gibt’s auch für keine-Rockstar-Pose raushängen lassen: ‘One more song’ Rufe quittiert Vogel mit ‘no we are not fucking rockstars’ – die kurz andauernden Terror-Terror Chöre, will ich mal überhört haben…

So geht Hardcore!

Dabei muss ich sagen, dass musikalisch TERROR komplett an mir vorbeigerauscht sind. Genauso wie Madball, Sick Of It All und weitere ‘Klassiker’. Dass diese inhaltlich schon mal ‘Dreck am Stecken’ haben oder zu haben scheinen, war nicht mal der erste Grund mich nicht näher mit ihnen zu befassen. Es gab einfach Bands, die mich mehr angesprochen haben und weiterhin tun. Auch heute würde ich mir keine Platte von denen zulegen, nur weil es ein angebliches must in der HC History ist.

Aber sie ziehen ihr Ding authentisch durch, das ist was ich der Band guten Gewissens hochhalte. Wenn die spielen, gibt es kein Halten mehr. Ausgelassene Stimmung, glückliche Gesichter inklusive. Das muss einen Grund haben. Kein unsympathisches Gepose, keine fette LP Produktion, die man live nicht in der Lage ist rüber zu bringen und keine gewollt-coolen oder – noch schlimmer – Ansagen ohne Aussage auf der Bühne – klar, es sind auch einfach nur eine Traube wilder, muskelbepackter, weißer Cis-Männer (Publikum wie auf der Bühne), die auch mal eine Spur zu hart abgehen, aber hey, ich hab gestern in 99% lachende, wenn auch erschöpfte Gesichter blicken können.

Kein Blut, keine Tränen, nur eine Menge Schweiß.

Ich behaupte sogar, dass gerade trotz der dargebotenen Härte, Rücksicht genommen wird.Weil die Band ja auch ein positives Bild vermittelt. Von wegen Unity und so. Sonst ginge es ja nie so gut aus. Herzlichen Glückwunsch. Wenn ich nach meinem angepassten 9 to 5 Job Bock auf Loslassen hab, dann mach ich das. Oder wenn nicht, beobachte ich das Spektakel eben von meinem sicheren Aussichtspunkt aus. So fühl ich mich wohl und die anderen auch.

HC ist ein Geben und Nehmen.

Egal, ob in Form von DIY Engagement oder einfach ‘Abfeiern auf Shows’. HC ist nicht diese eine Band oder dieses eine Publikum. HC bedeutet Vielfalt. Meinungen, die sich aneinander reiben. Um eine Veränderung herbeizuführen, muss man sich mit der Gegenseite auseinander setzen, sich ihr annähern – two steps forward, no steps back. HC ist nur ein Mikrokosmos der Gesellschaft. Man kann sich auch dort nicht ständig im scheinbar perfekten, sicheren political-correctness-Vakuum aufhalten. Immer nur anfeinden, weil die Anderen dem eigenen Standpunkt nicht genügen, bringt nix. Wenn es zu keinem common sense kommt, kann man daraus dann immer noch Schlüsse ziehen. Und wem man die Hand reicht und wem nicht. Aber immer nur drauf rumhacken löst keine Probleme. HC ist nicht Stillstand, sondern Bewegung. Hardcore lebt.

MELI

But I’ve got music and I’ve got friends,
Both always by my side,
Convictions instilled in me,
This is what keeps me alive

(Terror – Keep your mouth shut)


Ohne meinen p.c. Clubausweis, gegen deine Szenepolizei.

Zuerst will ich mal gesagt haben, dass nix und niemand das Recht hat, mir zu sagen, dass es meinen Feminismus erschüttert, auf eine stumpfe Show zu gehen. Anscheinend muss sowas erstmal klar gestellt werden. Bitte sehr. Niemand anderes als ich definiert, ob ich eine “gute, echte, richtige” Feministin bin, außer ich selbst. Das ist nämlich das Grundprinzip von Feminismus.

Auf dieser Show wurde niemand begrapscht oder belästigt. Die violent mosher nahmen Rücksicht und ließen dennoch die Sau raus. Keine einzige Ansage on stage war uncool, kein einziger move off stage sexistisch, rassistisch oder homophob. Dieser Abend war eine vor Schweissperlen glänzende Momentaufnahme einer ausgelassenen Hardcoreshow. Danke dafür, an alle Beteiligten, während woanders zeitgleich in der Stadt der KSC supportet wurde 😀

Action, Spaß, Tempo!

Allein NAILS wirkten etwas verloren im Trubel, den die anderen Bands verströmten. Motivierende Sprüche für einen circle pit wurden tapfer ignoriert und die Mehrheit der Besucherschaft hing lieber im Innenhof der Location ab, statt drinnen im Saal, der diesmal leider in den Umbaupausen besorgniserregend stark nach “Klo” roch. Wie schon meine halbe Redaktion verkündet hat: alle anderen Bands lieferten mehr als amtlich ab, und obwohl ich RISK IT! bisher als nicht so überzeugend wahrgenommen hatte, konnten auch die mich diesmal mitreißen. Vielleicht manchmal sogar zu viele inhaltsschwangere Ansagen über die Bedeutung von Hardcore 😉

Voll des Lobes.

Immer wieder wurde die Stadtmitte als Location und die NEW NOISE Organisation gelobt…zurecht! Sogar der Sound wie immer solide, auch wenn bei REDEMPTION DENIED die Boxen noch bedrohlich zu knistern begonnen hatten. Nachher keine Spur mehr davon. Für NAILS und REDEMPTION DENIED wäre eine niedrigere Bühne vielleicht ein echter Gewinn gewesen, ansonsten war es einfach ein toller Abend, mit dem megaleckeren Falafelteller vom PALMERA im Bauch und Grinsen im Gesicht. Und dazu stehe ich ohne jegliche Abzüge.

KAT

Add more weight! I won’t break
Over – Overcome
Won’t allow myself to be beat
Overcome, Overcome, rise back up

(Terror – Overcome)


What: New Noise presentation

Where: Die Stadtmitte, Karlsruhe-Germany  

Who was there: TERROR (US), NAILS (US), RISK IT! (GER), REDEMPTION DENIED (BE)

Best bit: The falafel I got before the show, Casper on the vocals for Redemption Denied. André (ex-No Turning Back) hitting those drums like a out of control monkey with Risk It!. Phil and the crowd loosing their shit during Terror’s set

Worst bit: Terror merch table not having my damn size on a long sleeve jersey I wanted to have. Crowd leaving a hole in the middle during Redemption Denied and Risk It! Set.

 

I knew I was in for a fucking explosion in my brain when I saw this tour line up some months ago. I simply couldn’t wait for this day to arrive.

So. Another road trip.

On this occasion to the southwest city of Karlsruhe. This time our trip last about 3 hours from Zürich thanks to a fast car, not many pee breaks on the way and the amazing German highways. Thumbs up!

We got to Karlsruhe around 18:00 and were lucky enough to find a good parking spot close to the venue and then have a quick glance in the inside before meeting our friends Kat and Phil that were kind enough to take us to a nice place and have some good falafel before the show starts. So…enough about that.

Let’s talk about the bands now. 

1st band to hit the stage were my bros from Belgium / The Netherlands of Redemption Denied. Their music creates whats for me a wall of pissed off sound that nonetheless maintains its musical edge and power. And singer Kasper’s vocals, alternately screamingly brutal and fucking clear apart from the few difficulties with the mic.

I just gonna tell you one thing. Some of you may not have had a chance to see them yet. So next time they roll into your town, do yourself a favor and go check them out. You just might have your mind blown!

Owwwwww yeah!

Let me be clear on something here. Nothing beats a Risk It! performance for sheer, amped-up energy. THAT ignoring the fact that the majority of the audience; for some reason I would like to know, decided to take it easy and leave a damn HUGE HOLE in the middle of floor. From the moment these guys start in, anyone within earshot quickly understands that there will be no fucking around when Risk It! hit the stage. I haven’t been in a show were this band failed to deliver the goods in a live situation, the guitars mighty rhythm could blow the roof off at every venue and now having my bro André jackhammer drumming have brought undeniable power and stage presence to the table. Some more fun, sing alongs, more mosh and just a few of us that really enjoyed that front line.

3rd band to hit the stage was Nails. Even tho Todd Jones has impeccably filthy guitar tone and a roar that might make lions look stupid. They are not my cup of tea so I went to check out some records while they were performing.

Terror.

Before I continue. I have a question for y’all. Have any of you ever being in a Terror show that sucked? Phil asked me that question and I was not able to answered. I am now wondering if there’s anyone out there that have.

Anyway. I can’t even tell you how many times I have seeing Terror live. I have lost count but it goes back to 2003 for sure. Because really, seeing an awesome band is just about the greatest thing in this whole godforsaken universe. For me, and I hope for you, it’s one of the only time a person can forget they are broke, that his lady (or dude) is a drag, that terrorist may blow us all to smithereens at any moment – and that if we don’t, we’re all just going to grow old, senile, and incontinent and then die anyway. 

A Terror show is a messy affair.

And that’s why you got the kids know they’ll be coming out sweaty, exhausted, probably bruised, loss of voice from matching every one of vocalist Scott Vogel’s larynx-shredding roars which is like grabbing the audience by the throat and refusing to let go. Sing-alongs that annihilate the barrier between performer and audience. Bodies fly onstage and off during pretty much every song that melts even the hardened hearts of every wannabe karate kid in the pit. Sure, their records are intense, but their shows are more intense.

I can’t really put into words what  it feels like to have these kind of experiences, road trips with some of your friends to see the bands you like, meeting people from all over the globe thanks to the music we love, getting to know personally many of these bands members and realising that egos get left at home, sharing ideas, ways of thinking and learning from each other, etc etc etc…

 Thank you Hardcore! True Hardcore lives, show the way.

LEO

Keepers of the faith
I will defend your name
Only true believers remain
The blood, the sweat we gave
Through all my joys and pains
You can’t deny the keepers of the faith

(Terror – Keepers of the Faith)


Thanks for this one, Daniele!

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