Backen ist Liebe… Veganismus ist Backen. 😀

Naja, der erste Teil ist geklaut von einem bekannten Werbespruch eines nicht-veganen Backproduktes…aber der zweite Teil ist schöner als der Originalspruch. Warum ich das sage? Bevor ich vor gut 6 Jahren Veganerin geworden, habe ich nie gebacken. Außer meiner Mutter bei Hefezopf mit gaaaaanz viel Butter oder anderen Backwerken zu helfen, habe ich selbst nie gebacken. Andere verkünstelten sich an Buttercremetorten und Toffifee-Muffins, und ich hab sie mit Begeisterung gegessen, aber nie nachgemacht.

Das hatte sich schlagartig geändert, als ich Veganerin wurde. Wenn du nicht mehr in Bäckereien und Supermärkten gebackene Sachen kaufen bzw. essen kannst, fängst du an, es selbst zu machen. Damit startet ein großes Abenteuer, weil Backen und Kochen so gut wie nichts gemeinsam haben, außer der essbaren Resultate. 😀

Meine Sicht…

Kochen ist Improvisation. Backen ist Chemie. Nimm zu wenig Zucker oder den falschen Aggregatzustand der Butter, und vielleicht ist das ganze Rezept in diesem Moment hops gegangen. In der Pfanne lässt sich die Komposition vielleicht noch retten, im Ofen solltest du aufpassen, dass die Törtchen nicht zu lange oder zu kurz drin waren. Und trotzdem… Backen ist ❤

Das Lowlight.

Glutenfrei backen ist verdammt nervenaufreibend. Das Mehl bzw. der Mehlmix verhält sich anders, es zieht Flüssigkeit, es bäckt anders aus. Meistens umgehen die Rezepte es durch nicht-Backen und rohe Zutaten. Sobald ich einige der Rezepte ausprobiere, wird es mit glutenfreien Mehlsorten sein. 🙂

70 Rezepte in hochappettitlichen Bildern.

Da bekommt man sofort Lust, diese nachzubacken. Doch was zuerst? Die Granatapfeltorte? Der Stachelbeerkuchen? Donauwelle oder Dominokuchen? Erdbeer-Basilikum-Rolle? Kalte Schnauze oder Frankfurter Kranz? Wahrscheinlich doch zuerst die Pfannkuchentorte! Ach, lieber den Bienenstich! Ihr merkt es schon… schwerz zu entscheiden. So sollte es der Leserschaft gehen beim Durchblättern dieses süßen Buches.

Ein Highlight nach dem anderen.

Wer meine Reviews häufiger liest, weiß, dass ich es mag, wennsich  Autor_innen in der Selbstdarstellung zurückhalten. Wenn die Kreationen mit überragender Präsentation durch gelungene Foodfotografie die echten Stars sind. Das sie das nämlich sein sollten, ist mein persönlicher Geschmack. Hier ist das so. Kati Neudert ist Foodfotografin, und vielleicht ist das Buch deswegen auch visuell so ansprechend.

Also, Leute, ich habe einiges nachzubacken, wir lesen uns… 🙂

Das sagt der Verlag:

Veganes Ernährung und Genuss schließen sich nicht aus, im Gegenteil. Auch ohne tierische Produkte kann man so richtig genießen – sogar Kuchen und Torten, wie Oma sie noch gebacken hat! Frankfurter Kranz ohne Sahne, Zitronentarte ohne Ei und Marmorkuchen ohne Milch sind mindestens genauso lecker wie ihre altbekannten Varianten, und noch besser: man kann sie mit gutem Gewissen genießen! Lernen sie Kuchen- und Tortenklassiker völlig neu kennen, und entdecken Sie, wie genießerisch und genussvoll veganes Backen ist.

 von Kati Neudert, 21 x 17 cm, 152 Seiten


KAT

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My kind of music, my kind of life. 2009 fand mich der Veganismus. Beste Wahl. Straight Edge bin ich, seit ich 16 bin. Against the grain. Poesie produziert mein Hirn auch ab und zu. Für Feminismus und gegen Nazis. An Alle, die überlegen, auch etwas DIY aufziehen: einfach machen. All das mache ich, weil ich dachte: Ich kann das auch.