Sehr freundlicher Service, große Auswahl, gute Preise und längst kein Geheimtipp mehr: so lässt sich vielleicht alles über das AFRIKA in Pforzheim in einem kurzen Satz formulieren. Wer nicht reserviert, macht am Wochenende sicher ein langes Gesicht, das AFRIKA kann sich aufgrund von Qualität und Lage nicht über leere Tische beschweren und musste an dem Abend, als wir zu acht dort waren, etliche Gruppen und Paare abweisen. Erstrebenswert für die Gastronomie aus Eritrea. Wochenlang hatte ich mich schon auf das Injera gefreut, das mir zu aufwändig ist, um es selbst zu machen.

Injera (Amharisch und Tigrinya: እንጀራənǧära [ɨnd͡ʒǝra]; auch: Enjera, Injerra oder Injira) ist ein weiches gesäuertesFladenbrot aus Teffmehl. Es wird traditionell in Äthiopien und Eritrea gegessen. Das Mehl wird mit Wasser zu einem Teig vermischt, der einige Tage gären muss. Dann werden daraus auf heißen Tonplatten Fladen gebacken. / wikipedia

Injera ist quasi Speise, Besteck und Teller gleichzeitig.

Das Personal und auch Besitzer Matias kennt die Bedeutung von “vegan” und alle vegetarischen Gerichte sind vegan, wenn man die afrikanische Duftbutter weglässt (was ohne Probleme und sehr freundlich geht). Dass beim Injeera als Vorspeise auch Joghurt dabei ist, wusste ich nicht, aber Matias merkte es noch am Tisch, bevor er es mir servierte und holte schnell ein neues. Statt der Duftbutter wurde Olivenöl genommen ❤ sehr lecker und leicht scharf, einfach super! Die Linsensuppe mit Curry war genauso gut, und auch der kleine gemischte Salat ist eher ein mittlerer gemischter Salat 😉

Als Hauptspeise wählten wir zum Teil die Linsen mit Gemüse und Couscous/Reis oder den gemischten Gemüseteller. Alles sehr lecker, auch das andere Fladenbrot namens Kitcha, das in der Pfanne gemacht wird, kam sehr gut an. Die Düfte und Gewürze sind einfach unverwechselbar und es war auch nicht zu scharf für mich. 🙂 Ein sehr schöner, gemütlicher Abend am runden Tisch, abgerundet von einer “afrikanischen Kaffeezeremonie”:

Der Kaffee wird mit Ingwer frisch geröstet und auch zusammen mit diesem vermahlen. Das gibt einen scharfen, besonderen Abgang zusätzlich zu schokoladigen Noten. Ich trinke ja keinen, aber die Anderen war recht angetan. Ist natürlich etwas anderes als ein klassischer, italienischer Espresso – den gibt es im AFRIKA aber auch. Das (zum Teil nicht wirklich afrikanisch anmutende) Geschirr sorgte auch für Entzücken. Für den Effekt wird das Kaffee-Tablet mit einer entzündeten Räucherpyramide gebracht.

Noch abschließend zu bemerken sei, dass die Portionen sehr großzügig sind, man wird auf jeden Fall auch mit viel Hunger satt. Außerdem ist auf der Website zu lesen, dass es mittags südamerikanische Speisen gibt. Ein gastronomischer Spagat, den ich mir aufgrund des afrikanischen Ambientes nicht so recht vorstellen kann, aber vielleicht nehmen es die Berufstätigen der Nordstadt Pforzheims ja dankend an. Wir kommen auf jeden Fall sicher noch mal wieder! (kat)

Linsen mit Kitcha und Couscous

Linsen mit Injera und Reis (die Melone war ein gutes Mittel gegen plötzlich einsetzende Schärfe 😉 )

Gemüseteller mit Couscous und Kitcha

 

Unbenannt

 

 

 

 

 

 

 

 

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