Ich höre täglich DLF im Auto, 2 Stunden geballte Infos.

Und sehr oft ist Israel, das Judentum oder die politischen Zustände Thema. Ob DJs, die in Berlin und Tel Aviv zeitgliech auflegen, Konzerte und Opern, die verboten werden sollen, weil Nachfahren von Juden im Iran nicht spielen sollen, wie die politischen Beziehungen damals und heute gestaltet wurden und werden – das Feld ist weit.

Dazu bildet mir dieses Buch einen historischen Einblick in all die Geschehnisse, sehr klar und verständlich formuliert und aufgeschrieben. Wer sich für die Fakten näher interessiert, kann sich hier belesen. Auch wird hier deutlich, weshalb der Holocaust, vor allem aufgrund seiner historischen Singulariät ein nicht außer Acht zu lassendes Momentum in den deutsch-israelischen Beziehungen darstellt.


Vom Verlag zum Buch:

Vor 50 Jahren haben die Bundesrepublik Deutschland und der Staat Israel diplomatische Beziehungen aufgenommen – vorläufiger Endpunkt einer dramatischen Vorgeschichte, die im Luxemburger Abkommen zur sogenannten Wiedergutmachung von 1952 ihren Ausgang nahm. In dichter Erzählung sucht der Historiker Dan Diner die Tiefenschichten jener zwiespältigen deutsch-israelischen Annäherung auszuleuchten, vor allem die politisch-theologischen Aspekte der Diskussion auf israelischer Seite nur wenige Jahre nach dem Mord an den europäischen Juden. Es geht ihm dabei um Sprache und Habitus, Fluch und Bann, um Erinnern und Vergessen, Anerkennung und Nichtanerkennung – schließlich um die Entscheidung zwischen jüdischer Tradition und israelischer Staatsraison: Durfte man mit dem Land der Mörder in Verhandlungen treten und materielle Entschädigung annehmen?