PIANOS BECOME THE (MILK) TEETH 🙂

Die TEETH spielen im 4rooms in Leipzig. Das Venue erinnert an den Film „Four Rooms“, in jedem Raum geschieht eine andere Story. Beschränken wir uns auf den Konzertraum ohne Bühne, aber voller Equipment, Fans und TEETH.

MILK TEETH geben sich die Ehre als Opener und wissen durchweg zu überzeugen. Punk, die Vocals kommen von dem umtriebigen Josh an Gitarre und der Bassistin Becky, ein starker Gitarrist und ein verrückter Drummer runden die Sache ab. Die Performance ist super anzuschauen, ich selbst werde nur mit den härteren Parts mit Geschrei warm, würde sie mir jederzeit wieder ansehen.

Tja, als nächstes sind schon PIANOS BECOME THE TEETH am Start. Wer das letzte Album „Keep You“ kennt, weiß um deren Wandlung und kann wohl kaum mit einer deftigen Hardcore-Show – dafür aber mit viel Gefühl und tollen Momenten rechnen. Leider werden diese von einer defekten Gitarren-Combo, dem Kiffen in der dritten Reihe und der daraus resultierenden schlechten Laune des Sängers Kyle sowie des betroffenen Gitarristen, der nur noch verhalten agiert, getrübt. Typisch für Kyle gibt es eher wenig direkte Interaktion mit dem Publikum, er agiert fast schüchtern meistens mit dem Rücken oder der Schulter zu den Menschen. Lediglich bei „I’ll be damned“ und noch in ein, zwei Momenten steht er frontal zu den Fans und lässt diese die (ihm unbeliebten) Schrei-Parts übernehmen. Generell wirkt der Gesang nicht ganz so stark wie auf dem Album und er benutzt öfter seinen natürlichen „vibrating-voice-effect“. Die Schüchternheit und die Stimme sorgten aber irgendwie für eine zerbrechliche/verletzliche Atmosphäre, die man auf „Keep You“ schon vorab vermittelt bekommt. Der Drummer geht das ganze Konzert voller Hingabe mit, ich meine nach einem gefühlsintensiven Drum-Outro ein paar Tränen in seinen Augen zu sehen, die er samt Schweiß mit einem weißen Handtuch wegwischt. Die intensiven Stellen und Gefühlsausbrüche einiger Songs waren live schon ziemlich extrem und aufrüttelnd. Wenn man sich darauf einlassen kann/mag, erlebt man ein super Konzert. Wenn man mit den Erwartungen eines härteren Konzertes kam, wurde man bitter enttäuscht.

Veranstalter: x-why-z Konzertagentur

Publikum: fast ausverkauft, jung, mitgehend.

Location: 4rooms Leipzig

Mein Highlight: „I’ll be damned“ & die Hingabe des Drummers.

Mein Lowpoint: Das Kiffen in der dritten Reihe.

Getränk des Abends: Vita-Cöla 🙂

Fazit: Intensives Konzert, auf das man sich einlassen muss, um daran Gefallen zu finden. Do not forget to brush your TEETH.


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SIMON

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