Subjektiv scheint vielmehr eine stetige Verbreitung des privaten Internetanschlusses dem Veganismus einen Aufschub gegeben zu haben. Waren die Hintergründe der Tierproduktion doch plötzlich vom Wohnzimmer aus zu recherchieren und die Möglichkeit gegeben, sich mit anderen auszutauschen und sich Tipps und Tricks zur tierfreundlicheren Lebensweise aus dem Netz zu holen.

Vielmehr ist auch zu befürchten, dass er den Veganismus in Verruf gebracht hat. War die vegane Lebensweise früher mit einem ethischen Hintergrund verknüpft, der es den Menschen nicht mehr möglich machte, Tierprodukte vor einem Hintergrund maximaler Ausbeutung und frühen Todes zu konsumieren, bedeutet diese Lebwensweise heute irgendwas mit Tee, jugendlichem Aussehen und kleinerem Hintern.

Kommt der nächste, der erklärt mit Ziegenkäse 30kg abgenommen zu haben und kerngesund geworden zu sein… naja, wir können es uns denken. Dann landen die gesammelten veganen Kochbücher bei Ebay und die Paleo-Goats-Bücher werden in höchsten Tönen gelobt. Tierrechte? Was? Warum soll Waldi Wahlrecht bekommen?

https://volksverpetzer.de/2016/02/du-kannst-attila-hildmann-schon-toll-finden-aber-dann-find-ich-dich-halt-kacke/