Dem Verhalten zu Grunde liegt ein Missverständnis, ein Erziehungs- und Gesellschaftsfehler, der Mädchen schon von Grundschule an einbläut: Wir sind das zarte, emotionale, verständnisvolle, verzeihende Geschlecht. Wir verstehen,treten zurück, trösten und werden nicht laut – schließlich sind wir (auch noch)das sozialere der beiden Geschlechter.Dieses Rollenbild in Kombination mit einer gesellschaftlichen Überhöhung der Liebe (als rettende, sinnstiftende Lebensgrundlage) führt dazu, dass wir häufig glauben, durch unsere Zuneigung könnten wir Berge oder zumindest Persönlichkeiten versetzen. Wenn wir genug lieben, dann erhalten wir auchdie Liebe die wir verdient haben. Und so verzeihen wir viel, lassen unsverletzen und machen uns selbst klein.

Quelle: EF | Selbstverrat für die Hoffnung auf Liebe? Schluss damit!