http://kleinerdrei.org/2017/10/a-steht-fuer-antisemitismus/

Und gerade schreibe ich diese Worte nicht ohne Wut, denn ich sitze in einem Abteil mit drei AfD-Anhänger_innen, die auf einem Viererplatz sitzen. Zwei von ihnen sitzen mit dem Rücken zu mir. Der Dritte wiederum starrt mich konsequent zuerst misstrauisch, dann demonstrativ verachtend an und beginnt, den beiden mir abgewandten Personen zu übersetzen, wen er einige Plätze weiter schräg vor sich im Blickfeld hat: einen echten Juden, der da schamlos sitzt, als wäre er einfach ein unschuldiger Reisender im Zug. „Leute wie die kennen wir mittlerweile ja ziemlich genau. So ein Goldman-Sachs-Jude oder Israeli, der hierherkommt und in großem Stil deutsche Firmen einkauft, um sie zu ruinieren, und uns Mahnmale in deutsche Städte baut, damit wir uns schlecht fühlen und alles mitmachen, was der Jude von uns will. Das hat der Björn Höcke schon richtig entlarvt wie es läuft“, stimmt der Mann, der mich weiterhin anstarrt, ein, während seine Mitreisenden ihm bei jedem dritten Wort laut beipflichten.