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Die, meines Empfindens nach, derzeit wichtigsten Black Metal Bands geben sich die Hand und veröffentlichen eine Split-LP.

Besonders in Zeiten von AFD Kacke und Alltagsrassismus sind Black Metal Bands, welche sich politisch klar positionieren, bedeutender denn je.

Die beiden Bands haben jeweils einen neuen Song und ein Cover der anderen Band.

Los geht’s mit der Berliner Gruppe Ancst.

Gehenna of Fire ist ein ordentliches Brett und mit einer Spiellänge von sieben Minuten nicht besonders kurz.

Klar das bei so einer Länge erstmal ein längeres Intro kommt, wo der Song sich langsam aufbaut um nach vier Minuten in einen brachialen Metalsong zu steigern.

Langsame Gitarrenparts, welche immer wieder aufbrechen in Solis, knüppelnde Drums, die teilweise langsam und schwermütig sind, nur um dann Sekunden später in einem wilden Mix und Breakdowns zu enden.

Guter Song, wobei das Intro ein bisschen kürzer hätte sein können.

Ancst covern den Song King Apathy von King Apathy, welche ja vorher besser bekannt waren als Thränenkind.

Mehr Screams als Gegrowle und ein Song, welcher ordentlich Dampf hat und nach vorne geht.

King Apathy feiern dieses Jahr Zehnjähriges Bestehen und begleiten mich nun auch schon eine Zeit.

Auch wenn mich der neue Name nicht so überzeugt wie Thränenkind, aber zum Glück hat sich an der musikalischen Ausrichtung nichts geändert.

Die Münchener knüpfen mit ihrem neuen Song Disguise dort an, wo sie letztes Jahr mit King Apathy aufgehört haben.

Emotionaler „Post Black Metal“, welcher nicht in eine Schublade gesteckt werden kann.

Die Band war schon immer vielschichtig und auch Disguise klingt vom instrumentalischen her, eher nach einem Hardcore Song als nach Black Metal.

Wäre da nicht die Stimme von Nils, welcher mit seinem tiefen Gesang den Metal wieder ins Boot holt.

Der zweite Song auf der Splitseite ist ein Cover von Ancst Entropie. Kommt von der „The Humane Condition“ EP, welche auch schon fünf Jahre alt ist.

Im Gegensatz zum eigentlichen Song ist das Cover von King Apathy mal ganze zwei Minuten länger.

Meiner Meinung nach steht King Apathy das Post besser, als der reine Black Metal oder Crust.

Besonders im instrumentalischen zeigen sich die Stärken von den Münchenern, welche ergänzt werden durch die enorm ausdrucksstarken Lyrics.

Welche Seite nun stärker ist, finde ich bei Splits immer schwierig zu beurteilen. Mir gefällt die Seite von King Apathy besser, da mir „reiner“ Black Metal immer zu düster und langatmig ist.

Aber das ist mein Geschmack und im Endeffekt sollte man die LP als ganzes betrachten und sich auch so anzuhören.

Kauft euch die LP, da steckt ne Menge Arbeit dahinter.

XXXXX


Nic

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.living with my two rescued dogs in Hamburg

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