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Nachdem ich letztes Jahr das erste Mal (shame on me) auf dem Fluff war, war natürlich dieses Jahr Pflichtttermin. Das schönste Wochenende des Jahres. Über das Essen schreib ich mal nichts. Dazu hat Kat schon alles geschrieben.

Auch wenn die positiven Eindrücke überwiegen, gibt es doch auch Sachen, welche mich ankotzen. Fangen wir aber erstmal mit den schönen Dingen an 🙂

I.Menschen

Ich habe leider noch nicht das Gefühl des Reunions Treffen, welches sich bei vielen Menschen nach Jahren einstellt. Dazu bin ich noch zu frisch dabei. Trotzdem habe ich dieses Jahr viele tolle, neue Menschen kennengelernt und es war auch die schönste Möglichkeit, Kat wiederzusehen. Danke an Giacomo von On The Wild Side , Wake of Humanity und Miguel von Rise Clan für die netten Gespräche. Nice to meet you.

II. Bands.

Dementsprechend bin ich auf die Musik fokussiert und freue mich so viele tolle Bands wie möglich zu sehen. Nachdem letztes Jahr meine Liste schon ziemlich voll war, überraschte es nicht das dieses Jahr ähnlich aussah.

Freitag ging es los mitVicious X Reality.

Ich hätte gedacht das sie mehr Leute anziehen, leider war das Zelt doch nicht so voll. Sie hätten es bei der Energie und der Show auf jedenfall verdient.

Die zweite und letzte Band des Abends für mich war Heaven In Her Arms. Da wir eine Nachtzugfahrt von Hamburg nach Rokycany ohne Schlaf hatten, habe ich mir diese Band im liegen angehört.

Ich habe sie mir nicht vorher angehört und wollte auch nur mal schauen, ob das viele positive Feedback gerechtfertigt ist. Die Band konnte mich leider nicht überzeugen, auch nachdem ich sie mir zuhause nochmal in Ruhe angehört habe. Trifft einfach nicht meinen Geschmack.

Eigentlich wollte ich mir noch Gab de la Vega anschauen, aber um 21 Uhr war für mich Feierabend. Nach guten 12 Stunden Schlaf ging es für mich zum gedachten Highlight Tag.

Angefangen hat es mit Gust, bei denen ich immer das Gefühl habe das sie nicht genug wertgeschätzt werden. Erste Band des Samstags und leider war das Zelt noch nicht so voll. Nachdem sie letztes Jahr noch auf der Main Stage gespielt haben, war die Tent Stage eindeutig besser. Im nächstes Jahr hoffentlich dann auch zu ner Uhrzeit, die mehr Leute anzieht.

Eine meiner Überraschungen war Finisterre. Die Split mit Alpinist lief jahrelang rauf und runter. Leider nur die Alpinist Seite.. Tolle Band mit korrekten Ansichten und wichtigen Ansprachen. Für mich eine der Entdeckungen des Festivals und eine Band mit der ich mich mehr beschäftigen sollte.

Nach kurzer Pause ging es dann mit Chavire weiter. Mega gefreut und dann doch mit einem etwas enttäuschenden Gefühl weggegangen. Konnten mich auf Platte mehr überzeugen als live..

Da nächste Woche Wake of Humanity & Safe and Sound mit Sendero bei mir in Hamburg spielen, habe ich mir gedacht, schaue ich sie mir vorher schon mal an. Und WOW. Mega charismatisch auf der Bühne und mit so viel Energie. Eines der besten Konzerte aufm Fluff.

Von Accidente hatte ich mir auch diese Energie und die Leidenschaft erhofft. Leider blieb bis auf den Song Pulso nichts hängen. Aber das war kurz danach schon wieder verflogen, da eine meiner derzeitigen Most-Played Bands im Zelt spielten.

Wake of Humanity sind einfach live ne Wucht und wer das Live Video gesehen hat weiß wovon ich rede. Super Statements und einfach symphatische Menschen.

Von Vitamin X habe ich nur die Hälfte gesehen. Das letzte Mal 2013 in der Roten Flora (bleibt unverträglich) gesehen , war klar das es nur ein Abriss werden konnte. So war es dann auch. Eine Band mit unglaublich viel PMA auf der Bühne.

Zwischen Vitamin X und Burn gab es dann noch den Spoken Word Auftritt von Greg Bennick. Ich hatte mir schon seine Diskussion im Info Zelt angeschaut und muss einfach gestehen: Ich habe selten einen so tollen, entspannten Redner gesehen. Humorvoll, aber mit ner enorm wichtigen Botschaft.

Fluff 17 hätte auch Fluff 90’s sein können, schaut man sich die vielen Bands aus den 90er Jahren an. Während Burn mich überhaupt nicht von den Socken haute, schaffte es Chokehold ziemlich gut. Eindrucksvolle Vorstellung und eine Band, die durch ihre Bedeutung in der Vegan Straight Edge Szene schon bei mir eine Gänsehaut hervorrufen.

Highlight des Tages und zugleich letzte Band war dann Safe and Sound.

Anfangs hatte ich noch das Gefühl das die Band erstmal warm werden musste auf ihrer ersten Europa Tour. Nach zwei Songs war die anfängliche Nervosität auch verflogen und Safe and Sound zerlegten mal eben die Tent Stage. Danach ging es noch für zwei Stunden auf die Trash Party, aber dazu unten mehr. Am Sonntag gab es dann für mich die Überraschungsband auf dem Festival. Lie After Lie haben mich ziemlich umgehauen und mit einem Lächeln auf den Lippen zurück gelassen. Wenig Leute, die dafür umso mehr abgegangen sind und die polnischen Texte mitgesungen haben. Direkt danach standen Modern Love auf der Bühne. Ein Konzert mit ganz viel Liebe und Wärme. Vielen Dank für eine der emotionalsten Shows aufm Fluff. The Tidal Sleep ist in der deutschen Hardcoreszene nicht mehr wegzudenken. Auch wenn ich sie schon unzählige Male gesehen habe, konnte ich nicht umhin sie mir auf der Main Stage anzuschauen. Ich kann verstehen das die Band mittlerweile so groß ist um sie auf der größeren Bühne spielen zu lassen, aber es hat der Stimmung geschadet. War nicht schlecht, aber im Vergleich zu Clubkonzerten nicht so überzeugend.

Nach viel Hardcore musste auch mal ein wenig Punk Rock her. Despite Everything aus Griechenland haben sich ja schon einen Namen durch unendliches Touren gemacht. Haben sie sich auch verdient. Grundsolider Auftritt, der mein Punk Rocker Herz höher schlagen ließ. Racetraitor hatten den höchsten Redeanteil in ihren 40 Minuten. Gefühlte 50 % Reden und 50 % Musik. Eine Leute um mich herum waren davon genervt, aber mir ist eine Band lieber, welche politische Ansagen macht als nur stumpf die Songs runterzuspielen. Birds in Row standen auf meiner Must-See Liste, hatte ich bisher noch nie das Vergnügen diese außergewöhnliche Band live zu sehen. Nächstes Mal lieber in nem kleinen Laden. Durch Sound Probleme wirkte das Konzerte leider nicht so rund wie die Band es gerne gehabt hätte. Nach Birds in Row wurde es dann merklich leerer, da viele Leute nachhause fuhren. Schade, haben sie doch das beste Konzert aufm Fluff verpasst.

Sect haben mal so alles abgerissen. Was für eine unglaubliche Energie und Leidenschaft diese Herren rüberbringen. Teilweise sehr emotionale Ansagen in Bezug auf Tablettensucht und musikalisch eine Nummer für sich. Leider keine 50 Minuten wie angekündigt, aber sie haben ja auch erst ein Album draußen.

III. Gemotze

Leider gab es ein paar Sachen, welche mich persönlich angekotzt haben.

  • Oberkörperfrei

Was soll der Scheiß?! Es gibt einene Menge Diskussionen darüber, die wichtig sind und Finisterre haben es während ihres Auftritts gut auf den Punkt gebracht. Das Entkleiden, weil es warm, während es viele andere Personen gibt, die dies nicht können oder wollen (Anstarren, etc) ist einfach nur kacke. Wenn ich Menschen sehe, die von morgens bis abends oberkörperfrei rumlaufen, hat das für mich auch immer den Beigeschmack von Mackertum. Zieht euch nen Sleeveless Shirt an und gut ist.

  • Rauchen (still sucks)

Schade das manche Leute es nicht schaffen ihre lästige Sucht an der frischen Luft auszuleben und nicht in einen Zelt voller Menschen. Tagsüber habe ich keine Menschen gesehen, welche im Zelt geraucht haben. Abends gehörte dann die Kippe doch leider zum Saufen dazu. Gefühlt und gestunken wie in einer Kneipe aufm Kiez. Schade das manche Menschen ihren Egoismus mit ins Zelt nehmen und keine Rücksicht nehmen können. Hat mir doch ziemlich die Laune auf der Trash Party verdorben.

  • Hunde

Hunde mit auf ein Festival voller Menschen und lauter Musik zu nehmen ist Tierquälerei. Da gibt es auch keine Ausreden oder sonstige Beweggründe. Ich habe diverse Hunde mit Anzeichen von Stress gesehen und ohne einen Napf zu Trinken neben sich. Ein Festival ist kein Ort für deinen Hund.

Bis nächstes Jahr ❤


Nic

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.living with my two rescued dogs in Hamburg

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